Rushmore

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Max lebt an seiner Privatschule RUSHMORE ein aus Filmzitaten bestehendes Erwachsenenleben. Zu wichtigen Treffen verabredet er sich auf Parkhausdächern, wo er für seine Gesprächspartner Sandwiches bereithält. Verliebt er sich in eine Frau, bastelt er an der Verwirklichung ihres Lebenstraumes, sei dies auch ein überdimensionales Aquarium. Sollte sein Leben tatsächlich einmal nicht dem Stile eines Hollywood-Drehbuchs entsprechen, dann ändert er es schlichtweg; so avanciert sein Vater in der Öffentlichkeit schnell mal vom einfachen Barbier zum Chefarzt. Aufgrund dieses Erfindungsreichtums wurde Max überhaupt in RUSHMORE aufgenommen, wo er es sich auch nicht nehmen lässt, über ein Dutzend Clubs zu leiten. Dummerweise leiden seine ohnehin nicht berauschenden schulischen Leistungen unter den diversen Sonderaktivitäten, so dass ihm schließlich der Rauswurf droht. Ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt entdeckt er in der neuen gebildeten britischen Biologielehrerin Miss Cross (Olivia Williams) nicht nur eine Seelenverwandte, sondern vor allem die Liebe seines Lebens.
In RUSHMORE entfaltet Anderson das erste Mal sein ganzes filmisches Repertoire. In seinem zweiten Langspielfilm funktioniert der Humor immer über eine außergewöhnliche Bildgestaltung, selten über den reinen Dialog. Oft erzeugen Details, Aktionen oder Dekors im Bildhintergrund erst die Pointe. Sensationell sind die Sets, auf denen Absurdes und Melancholisches auf eine völlig individuelle Weise kombiniert werden. Der junge Regisseur und sein Koautor Owen Wilson sprühen vor Ideen, die auf der Leinwand tatsächlich einen eigenen, phantastischen Kosmos entstehen lassen. Im Jahr 1999 hieß dieser Kosmos RUSHMORE, den zu besuchen sich jederzeit lohnt.
(Sascha Keilholz, critic.de).
USA 2000

Regie: Wes Anderson

B: Wes Anderson, Owen Wilson, K: Robert Yeoman, M: Mark Mothersbaugh, Pete Townshend, D: Jason Schwartzman, Bill Murray, Olivia Williams, Seymour Cassel, Brian Cox, Mason Gamble, Sra Tanaka, F, 93 Min, FSK: 6,
Dienstag OmU, Filmvortrag/Filmanalyse,
Mittwoch dtF

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