IDA
1 Einführung: Stephanie Schulze, Musik- und Konzertdramaturgin, Saarländisches Staatstheater
Polen im Jahr 1962: Anna (Agata Trzebuchowska) ist eine Novizin, die in einem Kloster von Nonnen erzogen wurde. Bevor sie ihr Gelübde ablegen kann, gibt ihr die Oberschwester des Klosters einen folgenreichen Auftrag: die junge Frau soll ihre Tante Wanda (Agata Kulesza) besuchen, Annas einzige noch lebende Verwandte. Wanda, die Schwester ihrer Mutter, ist eine leidenschaftliche Sensualistin mittleren Alters und offenbart ihrer Nichte ein lange gehütetes Geheimnis: Eigentlich ist Anna Jüdin und ihr wahrer Name lautet Ida. Von der Nachricht ins Wanken gebracht, begibt sich die Novizin gemeinsam mit ihrer Tante auf eine Reise, auf der sie sich mit der tragischen Geschichte ihrer Familie auseinandersetzen muss – aber auch beginnt, ihr eigenes Leben, ihre Ideale und ihren Glauben zu hinterfragen. Wird Anna als Ida zurückkehren? (Filmstarts)
In eindrücklichen Schwarz-Weiß-Bildern beschäftigt sich Pawlikowski mit der Geschichte seiner Heimat seit dem Angriff der Deutschen und geht die Tabuthemen in seinem Land an, die drei »ismen« Kommunismus, Stalinismus und Antisemitismus. IDA hat über 50 Preise gewonnen. Darunter fünf europäische Filmpreise für den besten Film, das beste Drehbuch, die beste Regie und die beste Kamera sowie den Publikumspreis. 2015 wurde der Film des polnischen Regisseurs Pawel Pawlikowski in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film mit einem Oscar ausgezeichnet. (mdr)
PL/DK 2013, R: Paweł Pawlikowski, B: Pawel Pawlikowski,Rebecca Lenkiewicz, K: Ryszard Lenczewski,Lukasz Zal, M: Kristian Selin Eidnes Andersen, D: Agata Kulesza, Agata Trzebuchowska,Dawid Ogrodnik, Jerzy Trela, Adam Szyszkowski, Halina Skoczynska, Joanna Kulig, 82 Min, FSK: 0,
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