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Filme der 90er

JACKIE BROWN

JACKIE BROWN ist ein echtes Film-Kleinod, denn wenn es um Quentin Tarantinos Schaffenswerk geht, wird der charmante, superlässige Heist-Thriller (auch Caper Movie) gerne übersehen. Es ist auch schwer, neben den großen Kassenschlagern wie PULP FICTION, DJANGO UNCHAINED oder INGLOURIOUS BASTERDS zu bestehen und doch gehört Tarantinos Adaption des Elmore-Leonard-Romans »Rum Punch« zu seinen besten Werken. Der Regisseur huldigt hier nicht nur dem rauen Kriminalfilm der 70er Jahre, sondern vor allem der Blaxploitation-Ikone Pam »Foxy Brown« Grier, die auch in JACKIE BROWN wieder in ihre Paraderolle schlüpfen darf und als schlagkräftige Frau Männer reihenweise an der Nase herumführt. JACKIE BROWN ist kein typischer Tarantino. Ungewohnt langsam entwickelt sich die Geschichte um die Stewardess Jackie, eine in die Jahre gekommene, immer noch attraktive schwarze Stewardess, die zwischen die Fronten gerät, als sie für einen skrupellosen Waffenhändler Geld schmuggelt und dabei in die Hände der Polizei gerät. Mit Hilfe eines kleinen Anwalts, der sie gegen Kaution aus dem Gefängnis holt, versucht sie, die Parteien auszutricksen, um selbst ans große Geld zu kommen. Für Tarantino bleibt der Plot Nebensache, denn der Regisseur legt den Fokus voll und ganz auf die skurrilen Charaktere und deren wunderbar verschrobenen Eigenheiten. Den letzten Schliff gibt dem Film der stimmungsvolle Soul-Soundtrack, der mit jedem Song den Geist der 70er Jahre versprüht.
(filmstarts.de).

USA 1997, R: Quentin Tarantino, B: Quentin Tarantino, K: Guillermo Navarro, M: James Newton Howard, Sch: Sally Menke, D: Pam Grier, Samuel L. Jackson, Robert Forster, Bridget Fonda. Robert De Niro, Michael Keaton, 154 Min, FSK: 16, dtF/OmU

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Trailer

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Leichen pflastern Tarantinos Weg. Aber er spielt hier ein Lied vom Überleben. Darum strahlt die schwarze Komödie so hell.

Der Tagesspiegel