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Premiere – Berührende Frauen-Solidarität

LINGUI – DAS HEILIGE BAND

Amina verdient ihren kargen Lebensunterhalt mit der Herstellung kleiner Feuerschalen, die sie mit großer Handfertigkeit aus dem Draht alter LKW-Reifen bildet. Recycling pur. Ihre Tochter Maria besucht das Lycée. Sie kennt ihren Vater nicht, denn der hat die Mutter verlassen, nachdem er sie geschwängert hatte. Amina wurde damals von der Schule verwiesen und von ihrer Familie ausgestoßen. Nun droht der Tochter das gleiche Schicksal. Maria will abtreiben, die Mutter beschließt, sie zu unterstützen. In einem Land, in dem das Gesetz streng bestraft und die Religion eine einschränkende moralische Macht ausübt, wirkt der Kampf aussichtslos. Wie anderswo ist die heimliche Abtreibung teuer, wenn sie unter guten Bedingungen durchgeführt wird.
Mahamat-Saleh Haroun greift ein universelles Thema auf, das leider immer noch aktuell ist, nicht nur in Afrika – auch in Europa gibt es immer noch restriktive Gesetze, die von rückschrittlichen Parlamenten verabschiedet werden oder wurden.
Der tschadische Filmemacher nimmt sich des Themas auf seine Weise an, beobachtet die Umgebung genau. Es liegt eine Poesie in diesen Bildern, die in der Thematik wie in der Betrachtungsweise an den italienischen Neorealismus erinnert. Am meisten berührt uns jedoch die Solidarität der Frauen – das »heilige Band«, das das titelgebende Wort Lingui meint. Im Lauf der Handlung entdecken Mutter Amina und Tochter Maria, dass sie nicht so isoliert sind, wie sie dachten, und dass sie es sind, die Geschichte machen.
(trigon-film.org).

LINGUI – THE SACRED BONDSF/D/B 2021, R: Mahamat-Saleh Haroun, F/D/B 2021, R u B: Mahamat-Saleh Haroun, K: Mathieu Giombini, M: Wasis Diop,
D: Achouackh Abakar, Rihane Khalil Alio, Youssouf Djaoro, Briya Gomdigue, Saleh Sambo, 87 Min, FSK: 16, dtF/OmU

kino achteinhalb: LINGUI – DAS HEILIGE BAND

Trailer

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