Filmgespräch dtF

Präventionsangebot Löwenzahn – Spezifische Hilfen für Kinder aus suchtbelasteten Familien präsentiert:

AUS DEM KOPF GEFALLEN

Sehr geehrte Interessierte,

Während der alljährlichen COA-Aktionswoche klärt NACOA Deutschland gemeinsam mit freiwilligen Mitwirkenden über die Situation von Kindern aus suchtbelasteten Familien auf und informiert über die bestehenden Hilfeangebote für Betroffene.

Im Rahmen dieser Aktionswoche lädt nun das Präventionsprogramm »Löwenzahn« für Kinder und Jugendliche aus suchtbelasteten Familien der AWO Landesverband Saarland e.V. und der Drogenhilfe Saarbrücken gGmbH dazu ein, einen Dokumentarfilm zum Thema FASD (Fetales Alkoholsyndrom) anzuschauen.

Der Eintritt ist kostenfrei.

Vor dem Film informieren die Mitarbeiterinnen von Löwenzahn über die Inhalte und Ziele ihres Präventionsangebots.

Der gezeigte Film trägt den Titel »Aus dem Kopf gefallen« und beschreibt die Situation eines an FASD erkrankten Kindes und dessen Familie.
Er macht deutlich, welche Schwierigkeiten diese Erkrankung im Alltag mit sich bringt und wieso es so wichtig ist, während der Schwangerschaft auf Alkohol zu verzichten.

Fragen im Nachgang sind gerne willkommen.



Zur Vertiefung in die Thematik:

»Als Mensch mit einer Behinderung bist du anders, aber ich bin noch mal anders anders.«, sagt Vivien. Sie ist 15 Jahre alt und hat FASD (Fetal Alcohol Spectrum Disorder). Ihre leibliche Mutter hatte während der Schwangerschaft Alkohol getrunken, was eine häufige Ursache für angeborene Fehlbildungen, geistige Behinderungen, hirnorganische Beeinträchtigungen, Entwicklungsstörungen und extreme Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern ist. Viviens Alltag muss ihre Pflegemutter gestalten und begleiten. Auf Zetteln hat sie notiert, was zu tun ist: Zähneputzen, Abschminken, Bettmachen – alltägliche Sachen, die viele Menschen verinnerlicht haben. Viviens Problem ist, dass vielen ihre Einschränkungen nicht auffallen. Sie wirkt sehr angepasst, auch in der Schule kommt sie mit. Erschwerend kommt hinzu, dass viele Menschen mit FASD soziale Regeln schlecht einhalten können und auch leichter beeinflussbar sind. Vivien hat zudem ein hohes Aggressionspotenzial, wodurch sie starke Beruhigungsmittel nehmen muss.
Die Dokumentation porträtiert Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit FASD zwischen 8 und 36 Jahren in ihren (Pflege-)Familien. Der Fokus liegt auf dem Erleben der Betroffenen. Die Kamera begleitet die Jugendlichen in die Schule, in eine berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme und eine Behindertenwerkstatt. Gefragt werden die Menschen nach ihren Perspektiven und nach ihren beruflichen Träumen und Lebenszielen. Wie gestaltet sich das soziale Leben außerhalb der Familie und Institutionen in Beruf und Schule? Wie ist der Kontakt zu Freunden in einem von außen unterstützten Alltag? Wie ist der Umgang mit Sexualität und Partnerschaft? Geschildert wird das Spektrum FASD aus der Sicht der betroffenen Kinder und Jugendlichen selbst. Im Zentrum stehen ihr Umgang mit ihren Beeinträchtigungen und ihr Erleben des Alltags.

Dokumentiert wird auch der Umgang der Pflegeeltern wie auch der zumeist nicht leiblichen Geschwisterkinder. Wie reagieren die Beteiligten, wenn ein Kind keine Regeln einhalten kann? Wenn alles, was man beibringt, am nächsten Tag wieder vergessen ist? Welche Grenzen setzt man einem Menschen, der keine Grenzen spürt? Eine Mutter beschreibt: »Man hangelt sich von Katastrophe zu Katastrophe.«
Das Leben mit einem Kind mit FASD ist eine Herausforderung, die Überlastung und Ohnmachtsgefühle auslösen kann. Sie verlangt Kraft, Geduld und Flexibilität.
(Medienprojekt Wuppertal e. V.).

D 2018, R: Medienprojekt Wuppertal e. V, 62 Min, FSK: 0

Eintritt frei

Unsere Kooperationspartner:

Ein Kooperationsprojekt der
Drogenhilfe Saarbrücken gGmbH
und der Arbeiterwohlfahrt Landesverband Saarland e.V.

kino achteinhalb: AUS DEM KOPF GEFALLEN

Trailer

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