Arbeits­kammer-Film­tage: Mit kriti­schem Blick!

WEIL ICH SCHÖNER BIN

Charo ist 13, geht mit ihren Freunden in Berlin zur Schule und hat den coolsten aller Jungs im Visier. Ein ganz normales Teenie-Leben. Scheinbar. Denn was niemand weiß: Charo lebt seit Jahren ohne Papiere in Deutschland. Nicht einmal ihre beste Freundin Laura darf das wissen. Die Probleme spitzen sich zu, als ihre Mutter von der Polizei geschnappt wird und mit ihr nach Kolumbien zurück will. Charo muss sich Laura anvertrauen, denn allein schafft sie nicht, was sie unbedingt will: Um ihre Zukunft in Deutschland kämpfen.
Pubertät, Vertrauen, prekäre Lebensverhältnisse und Betrügereien. WEIL ICH SCHÖNER BIN verquickt eine lebendige Teenager-Story mit dem Ausnahmezustand Illegalität. Der Film basiert auf einer wahren Geschichte.
(Filmgalerie451)

Vor allem aber ist „Weil ich schöner bin“ ein Film über das Leben im ständigen Transit, ein Film über das Leben in geborgten Räumen, die immer nur Station und Durchgang, nie Rückzugsort und Heim sind: Passend, dass der Film in einer Wohnung beginnt, deren Mietvertrag die Bewohner nicht unterschrieben haben, und am Flughafen endet, dem Nicht-Ort par excellence. (...) Im Grunde ist Charos Familie bestens integriert und längst angekommen: Die Dringlichkeit zur Abschiebung – der Film basiert auf einem realen Fall – verweist auf die Absurdität eines Systems, dem der Mensch nichts ist, die eigenen bürokratischen Strukturen alles sind. (Thomas Groh, taz)

Eigentlich erlebt man hier einen ganz gewöhnlichen Teenager mitten in der Pubertät, mit den typischen Problemen, Träumen und Hoffnungen. Gezielt unterbricht der Regisseur Frieder Schlaich diese Normalität durch die persönliche Dramatik des illegalen Aufenthalts. Darin wurzelt ein zentrales Motiv: Die Frage nach dem Vertrauen in seine Mitmenschen. Der Film ist auf einer wahren Geschichte begründet. (Berliner Zeitung)

WEIL ICH SCHÖNER BIND 2020, R: Frieder Schlaich, B: Claudia Schaefer, K: Benedict Neuenfels, S: Robert Kummer, Kolja Kunt, Karina Ressler, M: Don Philippe, D: Mariangel Böhnke, Mira Aring, Angeles Aparicio, Andrea Sánchez del Solar, Anton Buchenhorst, Lavinia Wilson, FSK: 6, Spielfilm, 84 Min

Unsere Kooperationspartner:

Arbeitskammer des Saarlandes (AK)

kino achteinhalb: WEIL ICH SCHÖNER BIN

Trailer

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