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Best of 2025

SENTIMENTAL VALUE

Die erfolgreiche Theaterdarstellerin Nora trifft ihren entfremdeten Vater Gustav wieder. Der einst renommierte Filmregisseur plant mit einem Drehbuch über ihre Familie ein Comeback. Als er ihr die Hauptrolle anbietet und sie ablehnt, wendet er sich an eine aufstrebende Hollywood-Schauspielerin (Verleih)

Das eigentliche Interesse des Films, also die Konstellation, auf die unser Blick gelenkt wird, sind aber auch nicht die Seelenzustände der Figuren an sich. Also auch, damit geht es los, und damit hört es auf. Aber der Prozess, den „Sentimental Value“ auf eine ungemein anrührende Weise erzählt und beschreibt, liegt sozusagen in der Überführung und Verarbeitung der Seelen in der Kunst. (…)Die Lebenswelt, um die es hier geht, wird als eine, die gerade stirbt, gezeigt und mit ambivalenter Melancholie (bei gleichzeitiger Erleichterung nämlich) erfasst: Die Welt eines bildungsbürgerlichen Kinos, das anhand der Seelenschau von männlichen Künstlersubjekten innere und äußere Wirklichkeiten in den Blick nehmen und zur Anschauung bringen konnte.
In diesem Abgesang gelingt SENTIMENTAL VALUE immer wieder ein berührender Blick auf seine Figuren, die einander nicht lieben können und deren Welt – das bürgerliche Theater, der Autorenfilm – eine vergangene ist. Joachim Trier zeigt sie als eine, die ihren Subjekten unheimlich viel abverlangt und aufgebürdet hat. An Komplexen, an Schuld, an unausgesprochenen und unbearbeiteten Konflikten, die ihren verschobenen neurotischen Ausdruck in Filmbildern oder auf Bühnen finden. (Taz)

NO/DK/SW/DE/FR 2025, R: Joachim Trier, B: Joachim Trier, Eskil Vogt, K: Joachim Trier, Eskil Vogt, Sch: Olivier Bugge Coutté, D: Stellan Skarsgård, Elle Fanning, FSK 12, 132 Min

kino achteinhalb: SENTIMENTAL VALUE

Trailer

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