Premiere
Für die letzten Wintertage
WINTER IN SOKCHO
In Sokcho, einer kleinen Stadt am Meer in Südkorea, führt die 23-jährige Soo-Ha ein routiniertes Leben zwischen den Besuchen bei ihrer Mutter, einer Fischhändlerin, und der Beziehung zu ihrem Freund Jun-oh. Die Ankunft des Franzosen Yan Kerrand in der Pension, in der sie arbeitet, weckt Fragen über ihre eigene Identität. Während der Winter die Stadt betäubt, beobachten sie sich gegenseitig, prüfen sich und knüpfen eine zerbrechliche Verbindung. Eine sensible und sinnliche Verfilmung des Romans von Elisa Shua Dusapin, in der Roschdy Zem die Rolle eines einsamen Comiczeichners spielt, der in einem verschneiten südkoreanischen Badeort strandet und die Neugierde der 23-jährigen Soo-Ha auf eine Welt außerhalb ihres Dorfes weckt. (Verleih)
Roschdy Zem, im französischen Kino eine feste Größe, verkörpert den grantigen Künstler als sensiblen Beobachter, der jedoch nichts von sich preisgibt. Mit ihrem Leinwanddebüt ist die grazile Bella Kim, die selbst in Sokcho aufwuchs, prädestiniert für die Rolle der entwurzelten Koreanerin, die in dem Franzosen eine Projektionsfläche erblickt. (…) Der Film hat noch ein ästhetisches Sahnehäubchen: Um den Konflikt der jungen Frau spürbar zu machen, verbindet Kamura nahtlos Realfilm mit Animationen von Agnès Patron – bekannt für ihren preisgekrönten Kurzfilm »DIE STUNDE DES BÄREN«. Die stilvollen Graphic-Novel-Sequenzen sind wie Fenster ins Innenleben der Protagonistin. »WINTER IN SOKCHO« überzeugt als warmherzige Culture-Clash-Geschichte mit unterkühlten Melodramelementen. (epdFilm)
FR 2024, R: Koya Kamura, B: Koya Kamura, Stéphane Ly-Cuong, K: Élodie Tahtane, Sch: Antoine Flandre, D: Bella Kim, Roschdy Zem, FSK 12, 104 Min, OmU