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Premiere

ALPHA

In den 1980er Jahren verwandelt sich das Leben der 13-jährigen Alpha schlagartig, als ein selbstgeritztes Tattoo auf ihrem Arm Fragen aufwirft und bedrohliche Gerüchte über eine mysteriöse Krankheit die Runde machen. Während ihre Mutter als Ärztin gegen eine rätselhafte Epidemie kämpft, die Menschen langsam zu Marmorstatuen erstarren lässt, taucht plötzlich Onkel Amin auf – der keine Angst vor dem Tod zu haben scheint. In dieser fiebrigen Zeit zwischen Kindheit und Erwachsenwerden entfaltet sich eine Geschichte über Familie, Transformation und die schmerzhafte Schönheit des Loslassens. (Verleih)

Auch Alpha bietet das für Ducournau typische diskursive wie affektgeladene Körperkino, ist allerdings auch ihr bislang ruhigster und melancholischster Film. Die Infizierten stellen als Marker von Vergänglichkeit und Ewigkeit ein ganz eigenes visuelles Faszinosum dar, irgendwo zwischen Zombies und erhabenen antiken Statuen. Statt durch Schock und Ekel entfaltet Alpha seine Wirkung aus dem Zusammenwirken von Abstoßung und Anziehung. Besonders eindrücklich ist eine Szene, in der Alphas Mutter den Rücken ihres Bruders untersucht – plötzlich bricht dieser ein, als wäre er ein antikes Gebäude. Dort, wo sie gerade noch Gesteinsproben genommen hat, fließt jetzt Blut. Lebendiges trifft auf Totes. Und wenn die mittlerweile befreundeten Alpha und Amin zusammen aus dem Krankenlager aufbrechen und in die Nacht hinauslaufen, während Nick Cave »And I’m not afraid to die« raunt, dann dürfte das kaum jemanden kaltlassen. (Ipke Cornils, epdfilm)

FR/BE 2025, R: Julia Ducournau, B: Julia Ducournau, D: Emma Mackey, Golshifteh Farahani, Tahar Rahim, Finnegan Oldfield, K: Ruben Impens, M: Jim Williams, Sch: Jean-Christophe Bouzy, FSK 16, 128 Min

kino achteinhalb: ALPHA

Trailer

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