VIER MÜTTER FÜR EDWARD
Edward ist Schriftsteller, Mitte Dreißig und steht endlich kurz vor seinem literarischen Durchbruch. Wenn da nicht seine Mutter wäre, mit der er zusammenwohnt und um die er sich liebevoll kümmert. Die willensstarke Dame hat einen entwaffnenden Charme – und ihre sehr eigenen Vorstellungen vom Zusammenleben mit ihrem Sohn. Und dann ist da noch Edwards Verlag, der ihn auf eine große Lesereise in die USA schicken will. Das Letzte, was er jetzt brauchen kann, sind seine besten Freunde, die spontan zu einem Pride-Urlaub nach Spanien aufbrechen und ihre Mütter kurzerhand auch noch bei ihm abladen. An einem turbulenten Wochenende muss Edward seine aufstrebende Karriere und die Betreuung von vier exzentrischen, streitlustigen und vollkommen unterschiedlichen Damen unter einen Hut bringen. Diese herzerwärmende und liebevolle Komödie von Darren Thornton – inspiriert vom gefeierten italienischen Film „Das Festmahl im August“ – begleitet eine ungewöhnliche Wahlfamilie, die lernt, das Leben in all seinen Facetten zu umarmen. (Verleih)
Für laute Lacher ist der Grundton in »Vier Mütter für Edward« zu verhalten. Über die Tragikomik irischer Art muss man eher leise schmunzeln. Die rührende Fürsorglichkeit Edwards bei gleichzeitiger Selbstvernachlässigung hat ja etwas Bedauerliches. Wieder und wieder schafft er es nicht, der Mutter seine Reisepläne zu beichten. Die alten Damen aber wachsen bald zu einer Wahlfamilie zusammen, tauschen sich über die Unbill des Alters und das Coming Out ihrer Söhne aus. Und bemuttern Edward gleich vierfach. Für alle, die die irisch-melancholische Melodie einer Story lieben, ist »Vier Mütter für Edward« eine gute Wahl. (NDR)
FR/BE 2025, R: Darren Thornton, B: Darren Thornton, K: Tom Comerford, Sch: Gary Dollner, Gretta Ohle, D: James McArdle, Fionnula Flanagan, Dearbhla Molloy, FSK 6, 89 Min