Premiere
THE LOVE THAT REMAINS
Zwischen zerbrochener Liebe und unauflösbarer Verbundenheit pendelt eine isländische Familie durch die Jahreszeiten. Anna träumt vom künstlerischen Erfolg, während Magnús als Hochseefischer die raue See befährt. Obwohl getrennt, teilen sie weiterhin ein Zuhause mit ihren drei Kindern und Hund Panda. Gemeinsame Wanderungen, Beerenpflücken und stille Momente vor der majestätischen Küstenlandschaft werden zu kostbaren Ritualen einer Familie im Umbruch. Regisseur Hlynur Pálmason erschafft mit poetischer Leichtigkeit ein berührendes Zeitporträt, in dem die wilde Schönheit Islands zum Spiegel menschlicher Gefühle wird – mal rau, mal zärtlich, immer wahrhaftig. (Verleih)
Hin und wieder schlägt Pálmason ernstere Töne an, etwa wenn es um den Verlust von Männlichkeit zu gehen scheint oder um Annas Selbstbehauptung als Künstlerin und Frau. Doch dann driftet die Erzählung wieder ins Absurde ab. Und Pálmason berauscht sich an Naturdarstellung und metaphorischer Überfrachtung. Am Anfang ist da eine leerstehende Halle, aus der die Fenster bereits ausgebaut sind, ein Kran außerhalb des Bildes hebt das Dach ab, das Gemäuer bleibt unerschütterlich stehen. Schon da ist klar, dass es um die Familie, um Beziehungen und ihre Kraft geht. THE LOVE THAT REMAINS lässt einen etwas ratlos zurück – und träumerisch verzaubert. (epdFilm)
Ástin Sem Eftir ErIS/SE/DK/FR 2025, R: Hlynur Pálmason, B, K: Hlynur Pálmason, Sch: Julius Krebs Damsbo, M: Harry Hunt, D: Saga Garðarsdóttir, Sverrir Gudnason, Ída Mekkín Hlynsdóttir, Kristinn Guðmundsson, FSK 12, 109 Min