Psychoanalytiker*innen stellen Filme vor
HERO
1 Im Anschluss Vortrag von Dr. med. habil, Dipl.-Soz. Alf Gerlach, SIPP, sowie Diskussion
Psychoanalytische Konzepte von Männlichkeit am Beispiel des Films »Hero«Hero ist einer der bekanntesten Filme des chinesischen Starregisseurs Zhang Yimou. Er kam 2003in die Kinos und war international erfolgreich. Er schildert die Geschichte eines Attentäters zurZeit der „Streitenden Reiche“ in China, bevor es 221 v.Chr. dem späteren Kaiser gelang, die Reichemiteinander zu vereinen. Der Film folgt in verschiedenen Episoden den Kämpfen zwischen„Namenlos“ und anderen Helden und präsentiert dabei Varianten der Geschichte, die für denZuschauer offenlassen, welche der Wahrheit am nächsten kommt. In opulenter Farbgebung und mitfliegenden Kampfszenen präsentiert der Film verschiedene Konfigurationen der Männlichkeit, vomKampf um jeden Preis bis hin zur möglichen Einsicht in Verzicht zugunsten eines höheren Wertes.Diese Varianten eines Männlichkeitsideals finden sich auch in den Lebensphilosophien, die dasLeben der Chinesen bis heute prägen. Sie werden im Film durch die Kampfkunst, die Musik und dieKalligraphie symbolisiert. (SIPP)
CN/HK 2002, R: Zhang Yimou, B: Feng Li, Bin Wang, K: PChristopher Doyle, Sch: Angie Lam, Vincent Lee, Zhai Ru, D: Let Li, Maggie Cheung, Donnie Yen, FSK 12, 110 min
Unsere Kooperationspartner:
Das Saarländische Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie (SIPP) e.V.