Psychoanalytiker*innen stellen Filme vor
HERO
1 Im Anschluss Vortrag von Dr. Alf Gerlach und Diskussion
Namenlos ist der Held, von dem dieser Film schon im Titel handelt, und Schwarz, in China keineswegs die Farbe der Trauer, steht am Anfang und am Ende, rahmt ihn ein. Dazwischen erstrahlt die Leinwand in Rot, Blau, Weiß und Jadegrün, begegnen wir fünf Schwertkämpfern und einem Fürsten. Helden auf ihre Art sind sie alle – was kann man anderes erwarten, von einem Film, der Hero heißt? Doch in jeder anderen Hinsicht strotzt Zhang Yimous neuer Film nur so von Unerwartetem, entfesselt ein filmisches Feuerwerk an Überraschungen, eine Bilderorgie voller Einfälle, Witz und Stilisierungswillen. Es gibt Momente von ergreifender Schönheit. Wenn Film die Kunst der losgelösten, »reinen« Bewegung ist, dann kommt er seinem Ideal selten so nahe, wie hier: in einem märchenhaften Drama, das pathetisch und sinnlich ist, zugleich leidenschaftlich und geheimnisvoll. (Artechock)
Die Ausstattung darf ohne zu übertreiben als perfekt bezeichnet werden. Kostüme, Kulissen und Make Up vermitteln das Gefühl, sich mitten in einer längst vergessenen Kultur zu befinden. Eine fantastische Kameraführung, sphärische Mollharmonien, berauschende Farben – „Hero“ ist eine nicht Enden wollender Trip der Sinne. (Filmstarts)
CN/HK 2002, R: Zhang Yimou, B: Feng Li, Bin Wang, K: PChristopher Doyle, Sch: Angie Lam, Vincent Lee, Zhai Ru, D: Let Li, Maggie Cheung, Donnie Yen, FSK 12, 105 min
Unsere Kooperationspartner:
Das Saarländische Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie (SIPP) e.V.