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ASHCAN – DAS GEHEIME GEFÄNGNIS

1 Nach der Filmvorführung Gespräch mit Willy Perelsztejn, Regisseur und Produzent, und Natalie Weber, Redakteurin und ARTE-Beauftragte SR, Moderation Dr. Frank Hirsch

Am 8. Mai 1945 endet der Zweite Weltkrieg in Europa. Die amerikanische Armee inhaftiert Nazigrößen aus Hitlers engerer Umgebung wie Göring, Dönitz, Ley oder Keitel in einem geheimen Gefängnis im luxemburgischen Bad Mondorf, dem Palace Hotel, Codename Ashcan. Eine Handvoll amerikanischer Vernehmer, die auch des Deutschen mächtig sind, erhalten den Auftrag, sie zu verhören – unter ihnen ein junger Offizier, der gebürtige Luxemburger John Dolibois. Im September 1945 werden die Gefangenen nach Nürnberg überstellt.
Die Protokolle aus Ashcan bleiben lange ein wohlgehütetes Geheimnis. Erst Jahrzehnte später werden sie entdeckt. Auf ihnen basiert das Theaterstück »Codename Ashcan«, das diese Geschichte 2017 auf die Bühne bringt. Für seinen Dokumentarfilm »Ashcan – Das geheime Gefängnis« hat der belgische Regisseur Willy Perelsztejn die Proben zu diesem Stück acht Wochen lang mitverfolgt.
Indem sie versuchen, sich aufgrund der Original-Verhörprotokolle den Hauptcharakteren anzunähern und ihre Motivation zu verstehen, führen die Bühnendarsteller den Zuschauer zu den Fragen, die sich auch Historiker und Geheimdienstexperten stellen: Wer waren diese Gefangenen? Wer verhörte sie? Was war das für ein Gefängnis? Wie sah der Alltag dort aus? Wie wurde verhört? Und welche Erkenntnisse haben die Amerikaner daraus gezogen? (Natalie Weber)

DE 2018, R: Claude Lahr, Willy Perelsztejn, Anne Simon, B: Willy Perelsztejn, D: Richard Bessel, John Dolibois, Karl Dönitz, FSK 18 (ungeprüft), 90 Min

Unsere Kooperationspartner:

Saarländisches Filmbüro,
Arbeitskammer des Saarlandes,
Nordamerikanische Literratur und Kulturwissenschaften, UdS,
Saarländ. Rundfunk

kino achteinhalb: ASHCAN – DAS GEHEIME GEFÄNGNIS

Trailer

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