Ciné Polska – Neue polnische Filme
MESSDIENER
1 Im Anschluss Online-Diskussion mit einem Mitglied des Filmteams
Eine Gruppe polnischer Messdiener-Jungen begehrt gegen die gleichgültige Haltung der Erwachsenen gegen Unrecht auf. Sie beginnen, heimlich den Beichten zu lauschen und nach ihren Vorstellungen zu belohnen und zu bestrafen. Das Drama gewann beim 66. Internationalen Kinder- und Jugendfilmfestival in Zlín den Preis der Ökumenischen Jury. (Filmdienst)
Domalewskis Herangehensweise an die Geschichte – die jugendlichen Freunde, die in ihrer Freizeit christliche Rapper sind und die Botschaft der Kirche sehr wörtlich nehmen – ist weitaus origineller, als man es aufgrund der liturgischen Inszenierung erwarten. Schockiert von der Entdeckung, dass das Erzbistum sich an den Spenden ihrer Gemeinde für die Armen vergriffen hat, beschließen Filip, Gucci und die beiden Brüder Kurczak, für Gerechtigkeit zu sorgen. Sie plündern die Spendenkasse der Sakristei, setzen Masken auf und verteilen das Geld selbst an die Bedürftigen. Doch wie findet man heraus, wer arm ist? Deshalb installieren die vier Diebe eine versteckte Kamera im Beichtstuhl. Es ist ein riskantes Unterfangen mit vielen Wendungen, und Gutes zu tun erweist sich als alles andere als einfach.
„Die Messdiener“ ist ein bewegendes Porträt kindlicher Naivität – ein Spiegelbild der Erwachsenenwelt, die mit Elend, Gewalt und brutaler Realität ringt. Doch in erster Linie ist es ein gelungenes Werk über Freundschaft und eine überraschende Coming-of-Age-Geschichte, deren herzerwärmende Erzählung die Grauzonen der Menschheit nicht ausblendet und gekonnt zwischen Komödie und Drama changiert, (Cineuropa)
MINISTRANCIPL 2025, R: Piotr Domalewski, B: Piotr Domalewski, K: Piotr Sobocinski jr., Sch: Agnieszka Glinska, M: Wojtek Urbanski, D: Daria Kalinchuk, Tobiasz Wajda, Filip Juszczyk, Tomasz Schuchardt, FSK 18 (ungeprüft), 106 Min
Unsere Kooperationspartner:
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LH Saarbrücken,
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Heinrich Böll Stiftung Saar,
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