Verboten, verbrannt und verehrt

Auch in diesem Wintersemetser widmet sich Prof. Sung-Hyung Cho (HBKsaar, Lehrgebiet Künstlerischer Film / Bewegtbild) einem spannenden Thema und bringt dieses in Form von sechs Filmklassikern und dazu passenden Einführungen und Diskussionen zu uns ins Kino achteinhalb

Aus der Seminarbeschreibung:

»Wir leben in einer Welt, die aus den Fugen geraten zu sein scheint. Kriege, wachsende Ungleichheit und soziale Gefälle, das Erstarken ultrarechter Bewegungen und die Sehnsucht nach autoritären Lösungen bestimmen zunehmend unsere Gegenwart. Zivile Proteste werden vielerorts unterdrückt, demokratische Errungenschaften infrage gestellt.
Vieles davon hatten wir schon einmal – insbesondere in Deutschland und Europa.
Menschen sind unzufrieden. Doch was machen wir mit dieser Unzufriedenheit? Schreien und protestieren wir? Schweigen wir? Schauen wir weg, wenn vor unseren Augen Unrecht und Gewalt geschehen? Oder wählen wir aus Protest diejenigen, die Freiheit und Demokratie selbst infrage stellen?
Vielleicht müssen wir das Widerstehen wieder üben.
Die Filmklassiker des Wintersemesters widmen sich deshalb dem Thema Widerstand – politischem und zivilem Widerstand, aber ebenso dem künstlerischen Ungehorsam. Denn Widerstand muss nicht immer laut sein. Er kann sich in einer Handlung, einer Haltung oder einem Nein äußern. Und manchmal liegt er bereits in der Form eines Kunstwerks: darin, anders zu erzählen, andere Bilder zu schaffen, Regeln zu brechen, zu provozieren oder mit Humor das scheinbar Unantastbare lächerlich zu machen.
Mit der Hoffnung, dass auch wir ein wenig im Widerstehen üben können, tauchen wir in 13 Filme ein, die Widerstand thematisieren oder selbst zu einer Form des Widerstands geworden sind – leise oder laut, kraftvoll, absurd, poetisch oder radikal.
Wir wollen wissen, wogegen sich Menschen in diesen Filmen wehren. Uns interessiert ebenso: Wie kann ein Film selbst Widerstand leisten? Durch seine Geschichte, seine Figuren, seine Bilder, seine Montage, seinen Humor, seine Erzählweise – oder allein dadurch, dass er etwas sichtbar macht, das lieber unsichtbar bleiben sollte.
Denn vielleicht beginnt Widerstand genau dort: nicht wegzuschauen.«

Aktuell in dieser Reihe

November

Montag
Uhr
OmU

Verboten, verbrannt und verehrt

ASCHE UND DIAMANT

PO 1958, Regie: Andrzej Wajda, Länge: 97 Min

Einführung: Prof Sung-Hyung Cho, künstlerischer Film / Bewegtbild, HBK Saar und Waldemar Spallek, Kino achteinhalb

November

Montag
Uhr
Vortrag Filmgespräch OmU

Verboten, verbrannt und verehrt

DER FEUERWEHRBALL

CS 1968, Regie: Miloš Forman, Länge: 73 Min

Einführung: Prof Sung-Hyung Cho, künstlerischer Film /Bewegtbild, HBK Saar

November

Montag
Uhr
Vortrag Filmgespräch dtF

Verboten, verbrannt und verehrt

SPUR DER STEINE

DD 1966, Regie: Frank Beyer,, Länge: 139 Min

Einführung: Prof Sung-Hyung Cho, künstlerischer Film /Bewegtbild, HBK Saar

Dezember

Montag
Uhr
Vortrag Filmgespräch OmU

Verboten, verbrannt und verehrt

TAUSENDSCHÖNCHEN

CS 1966, Regie: Věra Chytilová, Länge: 74 Min

Einführung: Prof Sung-Hyung Cho, künstlerischer Film /Bewegtbild, HBK Saar

Januar

Montag
Uhr
Vortrag Filmgespräch OmU

Verboten, verbrannt und verehrt

FAHRENHEIT 451

UK 1966, Regie: François Truffaut, Länge: 109 Min

Einführung: Prof Sung-Hyung Cho, künstlerischer Film /Bewegtbild, HBK Saar

Januar

Montag
Uhr
Vortrag Filmgespräch OmU

Verboten, verbrannt und verehrt

DER MANN AUS MARMOR

PO 1977, Regie: Andrzej Wajda, Länge: 157 Min

Einführung: Waldemar Spallek, Kino achteinhalb